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Köcherfliege - Trichoptera

Auf dem Speiseplan der Äschen und Forellen stehen Köcherfliegen - von denen es weltweit mehrere Tausend Arten gibt - ganz weit oben.
Die meisten von ihnen leben ca. zehn Monate als Larven am Gewässergrund, anschließend einen Monat als Puppe, bevor sie zur Wasseroberfläche aufsteigen. Danach verbringen sie einen Monat als adultes Fluginsekt in Ufernähe, bis sie zur Eiablage auf das Wasser zurückkehren.
Am Ufer erkennt man die Köcherfliege an ihren zwei dachförmig gefalteten, behaarten Flügelpaaren.

Der Larvenkörper ist aufgegliedert in Kopf, Brust (Thorax) und Hinterleib (Abdomen).
Der Thorax ist in drei Segmente geteilt an denen je ein Beinpaar sitzt.
Der Abdomen ist weich, mit Tracheenkiemen bestückt und wird durch den Köcher geschützt. Die Bauelemente des Köchers (Steinchen, Baumnadeln, Schnecken-schalen, ...) werden mit einem Seidenfaden aus dem Kopf zusammengeheftet.
Die Gattung der Rhyacophila (Gebänderte Flussköcherfliege) und Hydropsyche baut keinen Köcher.

Köcherfliegen kommen in nahezu jedem Gewässer vor, ob im Gebirgsbach, im Niederungsfluss, im großen Strom, in Seen und Teichen – überall. Diese weit verbreiteten Insekten stehen als Standardmenü auf der Speisekarte von Forelle, Äsche, Saibling, Döbel und vielen anderen Fischarten. Sedges gehören in jede Fliegendose und kommen spätestens beim Abendsprung zum Einsatz.
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Filmempfehlung: Neue Wege mit der Köcherfliege von Roman Moser